Nordkurier.de
  Samstag, 7. Februar 2004
   
Bio-Produktion bei der Schweinemast ermöglicht Ertrag
 
Landwirtschaftliche Firma sichert über mehrere Standbeine die Existenz
Blankensee (km). Lediglich eine Firma gibt es im Grenzdorf Blankensee: Die Agrar GmbH Pampow - Blankensee mit ihrem Tochterunternehmen Extensive Rinderproduktion GmbH Pampow - Blankensee. In diesem Nachfolgebetrieb der ehemaligen Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) sind in arbeitsintensiven Zeiten bis zu 20 Mitarbeiter angestellt. "Unser Ziel ist es, mehrere Standbeine zu haben. Falls ein Produktionszweig wegbricht, ist die Existenz nicht so gefährdet", erläutert Geschäftsführer Reinhard Senckpiel die Strategie des Unternehmens.
Die intensiv bewirtschaftete Fläche des landwirtschaftlichen Unternehmens beträgt 780 Hektar. Dort werden Marktfrüchte wie Getreide und Raps angebaut. Weiterhin wird Futter für Rinder produziert, beispielsweise Mais, Maissilage und Maisschrot. "Um Maisschrot zu erhalten, wird der Mais ganz normal gedroschen und die Körner sofort in eine Schrotmühle gebracht" erklärt der Geschäftsführer. Diese Verfahrensweise ist billiger, da nicht getrocknet werden muss und Transportkosten entfallen.
Für die Milchproduktion nutzt die Agrar GmbH rund 170 Rinder. Inklusive der eigene Nachzucht und der Fersen beläuft sich der Bestand auf rund 280 Tiere. "Bei einer ordentlichen Produktion schaffen wir unsere Milchquote", rechnet Reinhard Senckpiel vor. Um auf dem landwirtschaftlichen Markt bestehen zu können, hat sich das Unternehmen eine Nische gesucht und sich bei der Schweinemast auf eine Bio-Produktion umgestellt. "Für ein normales Mastschwein bekommt man um die 90 Euro. Da kann doch keiner mehr von existieren", ärgert sich der Geschäftsführer. Das Tochterunternehmen betreibt die Mutterkuhhaltung und realisiert auf einer Fläche von etwa 600 Hektar die eigene Futterproduktion. Trotz der erfolgreichen Bilanz ist Reinhard Senckpiel nicht glücklich über die Situation in der Landwirtschaft: Früher waren einmal über 200 Leute hier tätig, und heute haben wir mit steigenden Kosten zu kämpfen, erhalten aber immer weniger für unsere Produkte.