Nordkurier.de
  Donnerstag, 5. Februar 2004, 21 Uhr 25 Minuten.
  Kleine Elefanten haben Sammler bezaubert



Hermann Schenkowitz mag Rüsseltiere
Von unserem Redaktionsmitglied
Klaus Möller

Blankensee. Betritt man die Wohnung des Blankenseers Hermann Schenkowitz empfängt einem südländisches Flair. Wohl geordnet stehen in den Zimmern verteilt Elefanten verschiedener Größe. Bekannte und Verwandte kommen gern zu Hermann Schenkowitz, denn die Rüsseltiere ziehen den Betrachter sofort in ihren Bann. "Begonnen hat meine Sammelleidenschaft erst vor rund vier Jahren. Ich habe ein schönes Exemplar gesehen, sofort zugegriffen und mich verliebt", erzählt der Blankenseer. Er hat immer mehr gefallen an den Elefanten gefunden und zu sammeln angefangen. "Es ist fast zu einer Sucht geworden", gesteht der 54-Jährige ein.

Verschiedene Materialien Etwa über 150 dieser exotischen Exemplare hat er bereits zusammen getragen. Der Größte hat eine Schulterhöhe von etwa 75 Zentimetern und ist aus Alabaster hergestellt. "Der hat den Wert einer mittleren Urlaubsreise", beschreibt der Sammler. Die kleinsten Elefanten sind nicht einmal einen Zentimeter groß und man muss schon genau hinsehen, um die Figuren zu erkennen. Angefertigt sind die nachgebildeten Tiere aus den verschiedensten Materialien: Leder, Holz, Bernstein, Glas, Kristall, Marmor, Alabaster und Messing. Auch die Herkunft ist sehr verschieden. Die meisten stammen aus Deutschland und Polen. Andere haben eine längere Reise hinter sich: Dänemark, Holland, Italien, Türkei und Ungarn. "Natürlich habe ich in den zurückliegenden Jahren nicht allein diese Länder bereist. Meine Bekannten haben mir viele Exemplare mitgebracht", erläutert Hermann Schenkowitz. Darum sind auch die Typen sehr verschieden. "Ich allein hätte nicht alle Exemplare erworben", klärt der Sammler auf. Dennoch ist er froh über jedes Tier.

Lieblinge entdeckt In mehreren Zimmern hat der Blankenseer die Exoten verteilt. Die kleineren stehen in der Anbaureihe und auf anderen Möbeln. Die größeren Exemplaren haben auf dem Teppich einen Platz gefunden. "Ich habe die Tiere so hingestellt, wie es mir am besten gefällt", erzählt der Alleinstehende. Mittlerweile hat Hermann Schenkowitz auch schon ein paar Lieblinge. "Mein Traum wäre es noch, einen zweiten, großen Elefanten zu bekommen", sagt der Blankenseer. Er sollte den Rüssel nach unten halten oder den anderen Elefanten anschauen. "Es ist aber nicht so einfach an ein solches Exemplar heran zu kommen und ganz billig ist so ein Elefant auch nicht"schätzt Hermann Schenkowitz ein. Und haushalten muss der Blankenseer, denn er ist ohne Job und muss mit den Finanzen genau rechnen