Nordkurier - Pasewalker Zeitung

Artikel vom 22.10.2009

Hanseatenweg quert jetzt den Landkreis

Von Rainer Marten

Blankensee. Durch den Landkreis Uecker-Randow führt ein weiterer überregionaler Radwanderweg – der Hanseatenweg. In Blankensee, kurz vor der deutsch-polnischen Grenze, übergaben gestern die Initiatoren dieses Weges, die NaturFreunde Deutschlands, die letzte Teilstrecke in Mecklenburg-Vorpommern und stellten dort eine entsprechende zweisprachige Informationstafel auf. „Heute hat der Hanseatenweg zwischen Hamburg und der polnischen Grenze bei Stettin und Swinemünde eine Länge von 650 Kilometern erreicht“, hob während der offiziellen Freigabe des Wegeabschnitts Horst Boelter, Projektleiter des Hanseatenweges, Bereich Lübeck und Mecklenburg-Vorpommern, hervor.

Die Idee für diesen Radwanderweg reifte bei den NaturFreunden nach dem Umbruch der politischen Verhältnisse in Osteuropa. Entstehen sollte ein „internationaler Wander- und Radwanderweg auf den Spuren der Hanse“, unterstrich Boelter. Das in der Geschichte sehr erfolgreiche Projekt der Hanse, der Zusammenarbeit weit entfernt liegender Regionen, sollte zeitgemäß weitergeführt werden. 2008 habe dann der Regionalverband Nord der Natur-Freunde die Initiative zur Realisierung des Weges übernommen. Über den Hanseatenweg sollen künftig einmal Belgien und die Niederlande über Deutschland und Polen mit dem Baltikum verbunden werden. Im Landkreis führt der Weg ab Blankensee über Pampow, Grünow, Glashütte, Ludwigshof, Berndshof, Ueckermünde, Mönkebude und Leopoldshagen in Richtung Anklam.

Während der Übergabe würdigte der 1. Beigeordnete des Landrates, Dennis Gutgesell, die Idee des Hanseradweges. Die Initiatoren hätten eine in der Geschichte sehr erfolgreiche Idee zeitgemäß aufgegriffen. Vielleicht, so Gutgesell, trage der Weg dazu bei, dass künftig auf der polnischen Seite die Uecker-Randow-Region noch stärker für die Naherholung entdeckt werde. Das Projekt trage darüber hinaus zur weiteren Annäherung der Bürger und zum Zusammenwachsen der Regionen diesseits und jenseits der Grenze bei. Gutgesell erinnerte in diesem Zusammenhang an seinen Besuch in der polnischen Nachbarregion. Mit dem Landrat dort habe er sich auf polnischer Seite den Übergang Blankensee angeschaut. Während auf deutscher Seite der Straßenbau fertig ist, fehle eine gut ausgebaute Straße auf der polnischen Seite. Der Landrat habe das Versprechen abgegeben, sich für den Landerwerb einzusetzen, damit auch auf polnischem Gebiet eine bessere Verbindung entstehen könne.

Jerzy Winsze, Vertreter des PTTK, eine vergleichbare Organisation der Natur-Freunde, sagte, dass man das Projekt jetzt auch auf polnischer Seite so erfolgreich vorantreiben wolle, wie es auf deutscher Seite geschehen ist. Angereist war Winsze mit einer ganzen Truppe begeisterter Radfahrer aus Polen, die die Wegesübergabe mit Applaus begrüßten.

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