Letzte Sitzung des Vorstandes der Teilnehmergesellschaft
der Flurneuordnung.
Herr Christensen vom Amt für Landwirtschaft
in Ferdinandshof umriss kurz, was seit 1992 in
Blankensee im Rahmen der Flurneuordnung passierte.
Auf drei Feldern wurde während dieser Zeit
geackert.
Begonnen
hat alles mit dem Wegebau in und um Blankensee.
Wie viele Wege und deren Teilabschnitte gebaut
wurden, wusste niemand mehr genau zu sagen. 18
waren es wohl. Außerhalb der Ortschaft bekamen
wir 90 % Fördermittel, für innerörtliche
Wege waren es 70 %. Fast alle Wege in und um Blankensee
wurden erneuert. Zusätzlich bekamen wir Anbindungen
an die Orte Bismark, Plöwen und Mewegen.
Innerorts sind alle Wege befestigt. Das freut
nicht nur die Kollegen unseres Landwirtschaftsbetriebes,
sondern auch viele Radfahrer und Skater, die extra
nach Blankensee kommen. Auch aus Polen kommen
viele Radler, weil es sich bei uns so gut fährt.

Als Zweites begann ab 1995 das
Flächenordnungsverfahren. Viele Grundstückseigentümer
kannten die Grenzen nicht mehr. Einige Eigentümer
fielen aus allen Wolken, als sie im Rahmen der
Flurneuordnung mitbekamen, dass ihr Haus z. B.
gar nicht auf dem eigenen Grundstück stand.
Hier begann dann wohl auch die meiste Arbeit der
Kollegen aus dem Landwirtschaftsamt in Ferdinandshof.
Die Gesamte Fläche der Gemarkung Blankensee
wurde neu vermessen und neu eingeteilt. Grundstücke
wurden zusammengelegt, Grenzen neu festgesetzt,
und Ländereien getauscht. Heute hat jeder
seinen Acker in einem Stück, jedes Grundstück
ist von einem Weg zu erreichen. Dabei hatten es
die Ferdinandshofer nicht immer leicht. Mit allen
Grundstückseigentümern musste verhandelt
werden. Es war für viele nicht leicht zu
verstehen, warum ihre Ländereien nun wo anders
sein sollten als vorher. Viele Vorschläge
und Einwendungen wurden in den Flurneuordnungsplan
eingearbeitet. Fast alle Grundstückseigentümer
waren sehr zufrieden, und einige Widersprüche
wurden geklärt.
In diesem Zusammenhang wurden alle Grundstücke
neu vermessen und mit Grenzsteinen versehen. Grenzen
wurden festgelegt und sind heute sehr leicht zu
finden. Es wurde Rechtssicherheit geschaffen.
Das ganze kostete unsere Bürger keinen Cent.
Geld haben die Blankenseer dann doch noch ausgegeben.
Als Drittes bekamen die Grundstückseigentümer
für Sanierungen an den Grundstücken
Fördermittel. Anfangs in Höhe von 50
%. Das wurde dann auch sehr rege genutzt. Dächer,
Fenster, Haustüren, Wärmedämmmaßnahmen
und Fassadensanierungen wurden gefördert.
Nicht nur private Grundstückseigentümer,
auch die Gemeinde hat mit den Sanierungen ihrer
Mehrfamilienhäuser und des Gemeindezentrums
Fördermittel genutzt. Fast jeder hat sein
Haus erneuert und schöner gemacht.

So kann man wohl mit Recht sagen, dass unser
Blankensee eines der schönsten Dörfer
im ganzen Land ist. Den Wettbewerb im Kreis haben
wir ja auch gewonnen.
3,6 Mio Euro sind im Rahmen der Flurneuordnung
ausgegeben worden. Ein Drittel davon brachten
die Bürger selbst auf. Viele Handwerker hatten
in Blankensee über Jahre Arbeit.

Alles konnte nur gelingen, weil die Kollegen
des Amtes für Landwirtschaft eine hervorragende
Arbeit geleistet haben. Die Zusammenarbeit der
Kollegen mit den Bürgern des Dorfes, mit
dem Vorstand der Teilnehmergesellschaft, mit der
Gemeindevertretung und mit dem Bürgermeister
Herrn Dressler war vorbildlich. Keine Frage blieb
unbeantwortet, jeder wurde fair behandelt, Anträge
sehr schnell bearbeitet, Gelder sehr schnell ausgezahlt.
Sehr oft waren die Kollegen des Amtes in Blankensee,
eine große Arbeit wurde geleistet und am
Ende wurde zünftig gefeiert, wie im Jahr
2004 unser Erntefest
mit dem Abschluss der Flurneuordnung.
Natürlich waren viele Leute am Gelingen
der Arbeit in Blankensee beteiligt. Dazu gehören
die Mitarbeiter im Landwirtschaftsministerium,
das Planungsbüro Neuhaus & Partner, das
Amt Löcknitz und viele Handwerker die gute
Arbeit leisteten.
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