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In Blankensee muß es in den dreißiger Jahren
eine große Baptistengemeinde gegeben haben. Die
Muttergemeinde war Stettin-Grabow. Weil die Gemeinde
so groß war, wurde die Kapelle ca. 1933 / 34 gebaut.
Auch aus umliegenden Dörfern wie Laack oder Mewegen
kamen die Gläubigen nach Blankensee.
Nach 1945 gehörte die Gemeinde zur Muttergemeinde
Stralsund, danach zur Muttergemeinde Greifswald. Zeitweise
soll die Baptistengemeinde zahlenmäßig größer
als die evangelische Gemeinde gewesen sein.
Familien wie Viestens, Engelhard, Rauh, Hahn, Koch und
Petzel waren sehr aktiv im Gemeindeleben.
In den Jahren 1951 bis 1953 war in der Kapelle ein
Kindergarten untergebracht. Kindergärtnerinnen
waren Frau Dräger, Christa Bernheiden und Marianne
Buhs. Danach wurde die Kapelle bis in die siebziger
Jahre wieder als Gotteshaus genutzt. Die Gemeinde muß
kleiner geworden sein, denn von nun an, bis in die heutige
Zeit, fanden die Gottesdienste in privaten Häusern
statt.
In den achtzigen Jahren richtete die BHG (Bäuerliche
Handelsgenossenschaft - heute Raiffeisen) in der Kapelle
eine Verkaufsstelle ein. Alles, was man auf dem Hof
brauchte, gab es dort zu kaufen. Nach der Wende ging
das Gebäude für eine kurze Zeit in Privathand,
dann in den Besitz der Treuhand. Unsere Gemeinde wollte
das Haus kaufen und die freiwillige Feuerwehr dort einrichten.
Das scheiterte an zu hohen finanziellen Forderungen
der Treuhand.
Die Treuhand ließ dann das Gebäude verfallen.
Im Jahr 2001 wurde die Kapelle doch noch verkauft. Es
gehört nun Leuten die nicht in Blankensee wohnen
und es weiter dem Verfall preisgeben.
Ende 2003 wurde die Kapelle weiter verkauft. Der neue
Eigentümer ließ das Dach abdichten um einen
weiteren Verfall zu verhindern. Er will das Gebäude
sanieren.
Im Jahr 2008 bekam die Kapelle ein neues Dach. Wie
sie weiter genutzt wird ist nicht klar.
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